Gripsholm

2006-09-11 07:38

Schloß Gripsholm, by wikipedia

… Das Schloß hatte sein brennendes Rot eingebüßt und sah fahlbraun aus, dann düster. Der Himmel war grau. Es war Nacht, ohne Nacht zu sein.

Es war so still, daß man die Kohlensäure in den Gläsern singen hörte. Bräunlich standen sie da, ganz leise setzte sich der Alkohol ins Blut. Whiskey macht sorgenfrei. Ich kann mir schon denken, dass sich damit einer zu Grunde richtet.
Schloß Gripsholm, Kurt Tucholsky, 1931

Warum mir das gerade jetzt einfällt? Nun, zum einen natürlich das rote Schloß Gripsholm, dessen Bild man nach dem Besuch, nach den farbenbrächtigen Eindrücken, die es bei Sonnenaufgang hinterläßt, nicht so schnell vergißt, zum Anderen habe ich mir nach einem halben Jahr Abstinenz, eine Woche später als erlaubt („…bis zum Geburtstag“) , wieder ein, zwei Gläslein des herrlichen Getränks genehmigt. Fort war der ganze Ärger, Whiskey macht sorgenfrei.

Ein Kommentar to “Gripsholm”

  1. pat Says:

    na, der zentrale Satz Deines Statements ist ja in seiner Länge durchaus konkurrenzfähig ;)